
Was muss ich tun, damit meine Webseite auf der ersten Seite bei den Google-Suchanfragen erscheint?
Die Antworten auf diese Fragen sind ähnlich vielfältig gestaltet: Von der Metatag- und Content-Optimierung bis hin zur Generierung von Backlinks gibt es im Internet eine Vielzahl von Tipps zur Verbesserung der Position in den Suchergebnissen. Doch warum ist eine Positionierung auf der ersten Seite der Google-Ergebnisliste so wertvoll? Die Frage, die dabei zu untersuchen ist, lautet: Wie viele Besucher wählen ausschließlich Ergebnisse der ersten Seite aus, ohne dabei auf
die nachfolgenden Seiten zu schauen? Die Antwort ist ebenso kurz wie ernüchternd: knapp 90%.
Kaum 10% der Suchenden machen sich demnach die Mühe, die Ergebnisse der später folgenden Seiten zu betrachten. Zwar sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen, da Google sich nicht in die Karten schauen lässt. Diese Zahlen kommen aber aus unabsichtlich veröffentlichten Ergebnissen aus dem Jahr 2006. Und da der Mensch ein Gewohnheitstier ist, ist eine Änderung im Nutzerverhalten nicht zu erwarten.
Funktion des PageRanks
Der Google-PageRank-Algorithmus ist zwar nicht der einzige relevante Faktor für die Positionierung der eigenen Seite, aber er ist die zentrale und auch erste Funktion der Suchmaschine Google. So haben Larry Page und Sergey Brin dieses mathematische Verfahren an der kalifornischen Universität Stanford während ihres Studiums entwickelt und zum Patent angemeldet. Der PageRank-Algorithmus bewertet die Verweise auf eine Webseite mit Gewichtungen. Vereinfacht gesagt funktioniert der PageRank wie folgt: je mehr Seiten auf die eigene Seite verweisen, desto höher wird diese gewichtet. Je höher dabei zudem das Gewicht der verlinkenden Seiten ist, desto stärker wird auch die Verknüpfung bewertet. Sprich: Auf wen viele wichtige Seiten zeigen, der muss entsprechend ebenfalls wichtig sein. Anzeigen lässt sich der PageRank übrigens zb. mit der Google Toolbar im Firefox-Browser. Diese liefert einen Wert zwischen 0 (niedrig) und 10 (hoch).
Weitere wichtige Faktoren
Mit dem PageRank-Algorithmus hat Google als erste Suchmaschine überhaupt die Relevanz der Verbindungen in Zusammenhang mit dem Inhalt der Seiten bewertet, um so die Suche im stetig wachsenden Internet zu vereinfachen. Seit dem Start des Unternehmens wurde dieses Verfahren immer wieder verfeinert – nicht zuletzt, um entsprechenden Manipulationen von Webseitenbetreibern vorzubeugen. Neben der Verlinkung spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel stimmige Stichwörter in den Überschriften und Texten einer Seite, eine passende Gestaltung der Metatags und der inhaltliche Zusammenhang von externen und internen Links. Die sich hinter den Links verbergenden Seiten müssen einem ähnlichen Themenkreis entsprechen, um eine positive PageRank-Bewertung zu erhalten. Mittlerweile geht Google auch noch auf andere Faktoren ein: Wie schnell sind die Ladezeiten der Webseite? Je schneller und optimierter diese erscheint, desto besser wird sie bewertet. Wie lange verweilen die Besucher auf den gefundenen Seiten? Wer nach dem ersten Klick gleich wieder zu Google zurückkehrt, ist sehr wahrscheinlich mit dem gefundenen Ergebnis nicht zufrieden. Alle diese und viele weitere Faktoren bestimmen letzlich gemiensam die Position in der Trefferliste.
Herangehensweise
Auf der Jagd nach den wertvollen Plätzen auf Seite eins bei Google gibt es verschiedene Herangehensweisen, im Großen und Ganzen lassen sich diese aber in die beiden Bereiche “kurzfristig und risikobehaftet” oder “sauber und langfristig” einordnen. Zu den Letzeren gehören unter anderem die Bereiche Content-Pflege, sinnvolle Meta- und Title-Tags, passende Überschriften, sprechende Links, qualitativ hochwertige Verlinken sowie eine hohe Aktualität.
Vorsicht ist hingegen bei den häufig vorkommenden Angeboten für eine Top-Suchmaschinenposition geboten. Unternehmen mit diesen größtenteils kostengünstigen Angeboten versprechen vollmundig, ihre Kunden auf die ersten Trefferpositionen bei Google zu katapultieren. Diese Versprechen können natürlich nicht eingehalten werden – zumindest nicht zu Ihrer Zufriedenheit. Nähere Informationen hierzu finden Sie auch in einem unserer Blogartikel.
Dynamische Seiten und Tricks um den Spider aufs Kreuz zu legen
Profis arbeiten schon lange mit dynamischen Webseiten, die für Google problematisch sind. Im Unterschied zu statischen Seiten, deren Inhalt fest definiert ist, werden bei dynamischen Inhalten die Daten vom Webserver aus einer Datebank zusammengebaut. Klickt ein Besucher einen Link an, weiß der Server anhand der Informationen, die dieser mitliefert, welche Daten aus der Datenbank zu selektieren sind. Leider sehen die Links von dynamischen Seiten nicht gut aus, da sie alle Parameter enthalten müssen, um die entsprechenden Inhalte aus der Datenbank zu holen. Eine solche URL sieht beispielsweise so aus: http://www.2kings.at/9081459823497e34b f20f/234i007892750/index.html
Eine solche URL sieht nicht schön aus und kann weder gemerkt noch notiert werden. Doch neben dem rein ästhetischen Anspruch, bergen solche Internetadressen ein echtes Problem: Suchmaschinen erkennen solche Seiten nicht und ignorieren sie.
Doch wie soll ein optimaler Link aussehen? Optimalerweise stellt ein Link eine Ordner und Dateistruktur dar, wobei die Dateiendung weniger eine Rolle spielt. Ein Beispiel sieht so aus: "http://www.2kings-webdesign.at/blog" oder "http://www.2kings-webdesign.at/leistungen/weitere-leistungen/suchmaschinenoptimierung".
Die eleganteste Lösung des Problems lautet URL-Rewriting. Der kompliziert wirkende Ausdruck bezeichnet eine recht simple Technik. Einem Nutzer Ihres Angebots werden beispielsweise virtuelle Seitenadressen in Form von Links zugetragen. Diese enthalten die zur Identifikation benötigte Datensatz-ID direkt im Namen. Nicht für jeden Datensatz existiert eine eigene Seite, denn das würde den Sinn und Zweck der dynamischen Generierung stark aufweichen. Für den Client und somit auch die Spider von Suchmaschinen sieht es aber so aus. Dynamische Links werden also umgeschrieben, sodass sie aussehen wie statische Links. Die Idee ist gut doch sind dazu ein paar Voraussetzungen nötig: Auf einem Linux/Apache-Server ist das Modul “mod_rewrite” nötig, um die Seitenadressen umzuschreiben. Auf einem Windows-Server dagegen ist eine der Komponenten “iis rewrite” bzw. “isapi rewrite” nötig.
Fazit
Wer sich an die Google-Richtlinien hält, über eine stetig aktualisierte Seite verfügt und regelmäßige Optimierungsarbeiten seiner Seite vornimmt, wird mittelfristig für seine Arbeiten durch eine Verbesserung der Ergebnisposition belohnt werden und letztlich mehr Besucher erhalten. Ein wenig Geduld ist dafür jedoch leider notwendig, damit die Beharrlichkeit am Ende auch Früchte trägt.
